Geschichte findet Stadt Vom Stallgebäude über Station Junger Naturforscher bis zum Sozial- und Jugendzentrum Hinterste Mühle

 

1625

Erste urkundliche Erwähnung der „Hintersten Mühle“ – im Jurisdictions-Vertrag zu Güstrow zwischen Herzog Hans Albrecht zu  Mecklenburg und der Stadt Neubrandenburg.

1664

Als Folge des Dreißigjährigen Krieges meldete die Stadt Konkurs an und verkaufte auch die „Hinterste Mühle“. Sie blieb ca. 60 Jahre im Besitz verschiedener privater Inhaber.

1732

Rückkauf der Mühle durch die Stadt Neubrandenburg.

1741

Der Wiederaufbau der durch die Kriegseinwirkungen zerstörten Mühle wird beschlossen. Sie erhält einen dritten Mahlgang.

1804

Ein Brand zerstört die gesamte Mühle, Sie wird in den Folgejahren für ca. 20.000 Reichstaler wieder aufgebaut und neue Mühlentechnik installiert. Aus der dreigängigen unterschlächtigen Kornmühle entsteht ein Mühlenbetrieb für verschiedene Verarbeitungsmöglichkeilen, so eine Getreidemahlmühle, eine Schneid-, eine Öl-, eine Walk- und eine Lohmühle.

1853

In einer Beschreibung des Mühlenanwesens sind u. a. ausgewiesen: Die Frontseite des Mühlengebäudes misst 70 Fuß, zur Einrichtung gehören ein Graupengang, 365 Ouadratruten Garten, 3.676 Ouadratruten Wiesen und Weiden, Fischerei und Rohrwerbung auf dem Mühlenteich.

1856

In der Mühle wird auch eine Gastwirtschaft betrieben, die besonders in den Abendstunden gern von der sogenannten „besseren Gesellschaft“ besucht wird. Häufiger Gast ist der bekannte Dichter Fritz Reuter, der hier sogar einen Ehrenstuhl hat.

1875

Die Mühle arbeitet nach zwischenzeitlichen Schwierigkeiten wieder gewinnbringend. 2.400 Reichstaler Einnahmen und 300 Reichstaler Ausgaben sind verzeichnet.

1877

An der „Hintersten Mühle“ wird ein Haltepunkt der neu eröffneten Bahnstrecke Neubrandenburg – Berlin eingerichtet.

1920

und in den folgenden Jahren umfangreiche Modernisierungen der Mühlentechnik, z. B. Ersatz des Wasserrades durch eine Turbinenanlage (1922). Bau eines neuen Speichergebäudes (1928), in der Folge Einsatz und Nutzung von Diesel- und Elektromotoren zur Unterstützung der Turbinenanlage bei Wassermangel.

1945

Besetzung durch die Rote Armee, bis September Bewirtschaftung durch einen Beauftragten der sowjetischen Militäradministration.

1949

Übernahme der Mühle durch das KWU (Kommunales Wirtschaftsunternehmen) Nutzung als Mischfutter- und Getreidelager.

1953

Stilllegung des Betriebes und Einrichtung einer „Station Junger Naturforscher“ im ehemaligen Stallgebäude.

1974

Beginn der Umgestaltung des gesamten Geländes, Errichtung zahlreicher Volieren und einer Ausflugsgaststätte.

1978

Vernichtung des Mühlengebäudes durch Brandstiftung. Aufstockung des erhalten gebliebenen Stallgebäudes.

1991

Die erste frei gewählte Stadtvertretung der Stadt Neubrandenburg beschließt den Erhalt der „Station Hinterste Mühle“ als Jugend- und Freizeiteinrichtung.

1992

Übernahme der Hintersten Mühle in freie Trägerschaft.

1994

Neubau eines Pferdestalls und Gestaltung eines Reitplatzes.

1996

Dachausbau des Hauptgebäudes zu einem attraktiven Saal, der für Seminare und Gruppenevents mit einer Teeküche und entsprechender Medientechnik eingerichtet wird.

1998

Fertigstellung des Feriendorfes mit großzügig eingerichteten Ferienhäusern.

1998

Dem Pferdehof wird der Titel „Anerkannte Einrichtung des Therapeutischen Reitens“ verliehen.

2001

Einrichtung eines Lehrgartens als Bestandteil des neu geschaffenen Naturlehr- und Erlebnispfad.

2004

Zum Frühlingsfest wird ein neuer Spielplatz mit großem Kletterschiff eingeweiht; im neuen Steinbackofen wird das erste Brot gebacken.

2008

Eröffnung eines Barfußpfades um den Mühlenteich als Bestandteil des Nordic Fitness Parks mit unterschiedlichen Laufstrecken bis nach Burg Stargard.

2009

Verleihung von drei Sternen für das Feriendorf im Bereich der Jugendreisen.

2011

Ein Tipi und zwei Planwagen laden zu Abenteuerübernachtungen im neuen „Indianercamp“ ein.